Ich wurde in Deutschland geboren und wuchs in einem zweisprachigen Elternhaus auf – mit einem deutschen Vater und einer Mutter aus der französischsprachigen Westschweiz. Das Denken in zwei Sprachen und Kulturen wurde mir gewissermaßen in die Wiege gelegt. Früh entwickelte ich ein Gespür für sprachliche Nuancen, kulturelle Unterschiede und die feinen Bedeutungsverschiebungen, die zwischen Sprachen entstehen können. Diese interkulturelle Selbstverständlichkeit prägt meine Arbeit bis heute.
Nach dem Abitur in Deutschland studierte ich an der Dolmetscherschule Zürich (DOZ), heute Departement Angewandte Linguistik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Dort schloss ich mein Studium als Übersetzer FH ab. Die Ausbildung vermittelte mir ein solides methodisches Fundament und war geprägt von einer fundierten Auseinandersetzung mit sprachlicher Analyse und Textgestaltung, dem reflektierten Umgang mit Sprache in interkulturellen Kommunikationssituationen sowie der praxisnahen Anwendung von Übersetzungsstrategien. Im Rahmen meines Studiums absolvierte ich zudem ein Erasmus-Auslandssemester am Département des Langues Étrangères Appliquées der Université Paris IV (Sorbonne), das meine interkulturelle Kompetenz und Sprachpraxis weiter vertiefte. So erwarb ich die Fähigkeit, komplexe Inhalte mehrsprachig zu durchdringen, sorgfältig zu analysieren und sprachlich zielgerichtet zu übertragen. Im Anschluss absolvierte ich die Rekrutenschule bei der Gebirgsinfanterie in Chur. Diese Zeit hat meine Belastbarkeit und Disziplin nachhaltig gestärkt – Eigenschaften, die auch im Übersetzerberuf unverzichtbar sind.
Meine berufliche Laufbahn begann ich als Sachbearbeiter im Übersetzungsmanagement bei der STAR AG in Ramsen (Schweiz). Dort war ich mit Projektkoordination und Qualitätssicherung betraut und lernte die organisatorische Seite professioneller Sprachdienstleistungen vertieft kennen.
Es folgte ein dreijähriger Aufenthalt im Tessin, wo ich als interner Übersetzer bei der B-Source (heute Avaloq), einem Unternehmen für Business Process und IT Outsourcing für die Finanzindustrie, tätig war. Dort übersetzte ich vor allem anwendungsbezogene Fachtexte – darunter Benutzerhandbücher, Machbarkeitsstudien sowie softwareintegrierte Inhalte wie Bildschirmtexte und Systemmeldungen. Hinzu kamen interne Dokumente aus dem Personal- und Rechtsbereich. Diese Tätigkeit erforderte terminologische Konsistenz, systemisches Verständnis und ein hohes Maß an sprachlicher Genauigkeit bei der Übersetzung anwendungsorientierter Fachtexte.
Seit inzwischen 23 Jahren bin ich als freiberuflicher Übersetzer tätig – zunächst drei Jahre in Frankreich, anschließend sechs Jahre in Brasilien und seit 2013 wieder in Deutschland. In dieser Zeit habe ich Übersetzungen in den unterschiedlichsten Fachgebieten angefertigt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Patente und technische Dokumentation, wo terminologische Präzision, formale Genauigkeit und strukturelle Konsistenz entscheidend sind. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist der Bereich Lebensmittel und Getränke. Hier reicht mein Spektrum von Websites und Produktbeschreibungen über Marketingunterlagen – darunter auch ein Buch über Käse – bis hin zu Bedienungs- und Wartungsanleitungen für Anlagen in der Lebensmittelindustrie. Diese Kombination aus genussorientierter Kommunikation und technisch-industriellen Inhalten erfordert sowohl sprachliche Sensibilität als auch fachliche Präzision.
Die Verbindung aus sprachlicher Sensibilität, technischer Genauigkeit und interkulturellem Verständnis bildet die Grundlage meiner Arbeit.
Neben meiner beruflichen Tätigkeit finde ich Ausgleich im Laufen und im Sport allgemein, beim Lesen, im Garten sowie beim Kochen.